Das Ende der Model-Zeit 110
1 month ago
Und noch etwas dazu. Ganz ehrlich haben wir hier auch viele Models, die ihre große internationale gut bezahlte Karriere schon hinter sich haben und sich hier eben nur noch ein paar Jahre etwas dazu verdienen, bevor sie dann aufhören mit ihrem Model-Leben.
"Viele" bezweifle ich jetzt mal ganz stark...
#22Report
1 month ago
@eckisfotos:
Da stellt sich aber schon die Frage, ob Teilnehmer des Dschungelcamps, die eine »illustre Runde« bilden können auch ein Bachelor-Studium in Informatik schaffen.
Wieso sollte sich die Frage stellen?
Nehmen wir als Beispiel einen Schlagersänger (m/w/d), der in B- oder C-Klasse tätig ist. Ein Mensch, der sonst nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung als Friseurin oder Klempner oder KFZ-Mechatroniker gemacht hätte. Oder auch als Gärtner. Alles wichtige, ehrenwerte Berufe.
Durch eine Abfolge von Zufällen gepaart mit eine ordentlichen Ladung Exhibitionismus und Schamfreiheit landet der über einen Disco-Wettbewerb o.ä. in der Schlager-Branche. Es kommt ein Manager, der das Potential erkennt und richtig einschätzt. Es gibt Disco-Auftritte, Bierzelt-Auftritte, einen Micro-Sommerhit, man findet in ein paar Pro7/RTL2/Kabel1-Magazinen statt zum Thema »Die Saison am Ballermann geht wieder los«. Unser Schlägersänger (m/w/d) sei also ganz normal im Brot-und-Butter-Geschäft tätig und durchschnittlich erfolgreich. Die Honorare und sonstigen Einkünfte reichen, um auf's Jahr verteilt davon leben zu können. Daß man hier und da auf Spesen auf die Balearen fliegen oder zum Maibockfest fahren kann und auch das Hotelzimmer bezahlt bekommt, ist das Sahnehäubchen oben drauf.
Probleme entstehen, wenn der Betreffende sich daran gewöhnt, ständig im Rampenlicht zu stehen. Und wenn es auch objektiv nur ein Rampenfunzelchen ist. Und natürlich gewöhnt der sich daran. Seinen Stellenwert in vielerlei Hinsicht misst er an den Auftritten, für die er gebucht wird.
Wenn der jetzt vernünftig und hinreichend zukunftsorientiert ist, dann wird er sich bei Zeiten Gedanken machen, wie es weiter gehen soll, wenn die Karriere zuende dämmert. Ein Plan B. Und am besten noch ein Plan C.
Kann man - und will man - die gemachten Erfahrungen auf angrenzenden Gebieten weiter nutzen? Oder lieber was ganz anderes? Den Friseur-Gesellenbrief mit 35 zum Meister aufbohren, und einen Friseursalon eröffnen? Hat man während der »Schlagerstar-Karriere« ausreichend Geld zurückgelegt, funktioniert das. Und man kann versuchen, den Glanz von gestern auf die Gegenwart und Zukunft strahlen zu lassen. Entscheidend ist nur, daß man sich rechtzeitig damit beschäftigt, wie man damit umgehen will und kann, daß man nicht mehr im »Rampenlichtchen« steht.
Der Vergleich wurde schon angeführt, und er ist völlig treffend: das grundsätzliche Problem hat jeder, der nach ein paar Jahrzehnten »normalbürgerlichem« Arbeitsleben ins Rentnerdasein eintritt. Da fällt unglaublich viel weg. Allein schon Tagesstruktur. Aber auch Sinnstiftung.
Gut haben es die, die rechtzeitig darüber nachgedacht und tragfähige Pläne gemacht haben. Wenn ich schon während des aktiven Arbeitslebens leidenschaftlich an Mofas herumgeschraubt und Mofa-Rennen gefahren habe, aber nie wirklich Zeit genug dafür hatte... dann weiß ich, was ich am Tag nach der »Renteneintritts-Party« mit den nun Ex-Kollegen mache. Dann habe ich Dinge, mit denen ich mich genüßlich beschäftigen kann, und für die ich jetzt endlich Zeit habe. Setzt aber voraus, daß man vorher schon ein paar Ideen hatte. Andere Ideen.
Ob ein Dschungelcamp-Teilnehmer den Bachelor in Informatik schafft oder nicht ist eine Frage, die sich nur stellt, wenn der Dschungelcamp-Teilnehmer neben seiner »Show-Business-Karriere« immer schon Interesse an Informatik hatte, und sich sagt »Das ist der nächste Lebensabschnitt, da ist's egal, ob den Leuten meine Schlager gefallen - meine Informatiker-Leistungen müssen gut sein.«
Es reicht aber genauso gut, wenn er sich sagen kann »Ich habe mal gelernt, wie man eine Vokuhila-Friseur ordentlich schneidet! Und kann das immer noch...« Auch Kellnerin ist übrigens ein toller Job (solange man noch gut zu Fuß ist), wenn man gern viel mit Menschen zu tun hat.
#23Report
1 month ago
Tom Rohwer Du merkst schon, dass Du gerade kilometerweit neben der Spur bist, oder?
"Informatik" und "Dschungelcamp" waren aufgegriffene Gags. Abgesehen davon ist das Studium in einem MINT-Fach schon eine Herausforderung, die sich u.a. durch hohe Abbrecherquoten zeigt.
"Informatik" und "Dschungelcamp" waren aufgegriffene Gags. Abgesehen davon ist das Studium in einem MINT-Fach schon eine Herausforderung, die sich u.a. durch hohe Abbrecherquoten zeigt.
#24Report
1 month ago
Ich hatte am wochenende ein ernstes gespräch mit einem Artbuyer, der hat mir gesagt das ich zukünftig keine grossen aufträge mehr bekomme weil sie jetzt KI nutzen. KI ist billiger, schneller und viel besser. keine fotografengage, keine assistentengage, keine studiomiete und visagisten, stylisten ,models und castings können sie sich auch sparen, nur ein KI spezialist in festanstellung und ein photoshopper, mehr braucht es nicht.
ich geh jetzt in rente, wer braucht fotoequipment, ich verkaufe alles.
ich geh jetzt in rente, wer braucht fotoequipment, ich verkaufe alles.
#25Report
1 month ago
Da es mittlerweile künstliche KI Modelle gibt, welche mehr Follower haben als die ECHTEN Modelle, sollte jeder langsam erkennen wohin die Reise im Mainstream geht. Es geht anscheinend nicht mehr darum WERKE zu kreieren, welche durch Persönlichkeit, Aussehen und auch Charakter "glänzen"...es geht nur noch um Kommerz, Kosten sparen und um Klicks zu generieren. Die "alten" Hasen können das noch unterscheiden...die junge Generation kann und will echt von künstlich gar nicht mehr unterscheiden. Es gilt der schöne Schein...ohne das Sein...
#26Report
1 month ago
#26
machen wir uns nix vor, die Maschinen lernen dazu und in 3-4 Jahren werden wir alten Hasen es auch schwer haben, den Pixelsalat nach KI zu durchstochern. Schon seit Jahren sind wir KI gewohnt, haben im Post Prozess die Optionen mit dessen Hilfe zu editieren. Anfänglich beim Verbessern, Optimieren und Entfernen von Elementen wuchs der Einsatzzweck stetig. Das Neuerstellen von ganzen Bildern nach bestimmten Vorgaben war nur die Konsequenz. Die USA öffnen die Büchse der Pandora unter Onkel Dagobert komplett, schaffen für die Handhabung einen rechtsfreien Raum.
Wo im kommerziellen Bereich die Reise hingeht ist komplett vorprogrammiert. Aber jeder kann sich selbst Grenzen setzen, was ich seit Jahren auch tue.
Und ja, viele werden überflüssig, Modelle, Fotografen, MUA's, Art Direktoren, Stylisten, .... (denn die Urheberrechte werden nicht geschützt). Der Abgang der traditionellen Handwerks-Branche beschleunigt sich.
machen wir uns nix vor, die Maschinen lernen dazu und in 3-4 Jahren werden wir alten Hasen es auch schwer haben, den Pixelsalat nach KI zu durchstochern. Schon seit Jahren sind wir KI gewohnt, haben im Post Prozess die Optionen mit dessen Hilfe zu editieren. Anfänglich beim Verbessern, Optimieren und Entfernen von Elementen wuchs der Einsatzzweck stetig. Das Neuerstellen von ganzen Bildern nach bestimmten Vorgaben war nur die Konsequenz. Die USA öffnen die Büchse der Pandora unter Onkel Dagobert komplett, schaffen für die Handhabung einen rechtsfreien Raum.
Wo im kommerziellen Bereich die Reise hingeht ist komplett vorprogrammiert. Aber jeder kann sich selbst Grenzen setzen, was ich seit Jahren auch tue.
Und ja, viele werden überflüssig, Modelle, Fotografen, MUA's, Art Direktoren, Stylisten, .... (denn die Urheberrechte werden nicht geschützt). Der Abgang der traditionellen Handwerks-Branche beschleunigt sich.
#27Report
Die Sängerin Adele kommt morgen zu mir ins Studio...
Bitte durchatmen, nicht "diese", aber ich finde, sie singt genauso gut. Ja, sie modelt auch. Und sie will Bilder fürs Portfolio sowie auch kreative Bilder bis Akt. Und sie will mich bezahlen, was ich ablehne, weil ich sie nur einmal beim Konzert, aber noch nie im Shooting vor der Linse hatte, was ich mir aber gewünscht habe.
Was ich damit sagen will? Angeben? Vielleicht... Aber es zeigt, dass auch jetzt und gewiss auch in der Zukunft echte Fotografen gefragt sind, solche mit Schweißtropfen auf der Stirn und mit Mundgeruch.
Die KI finde ich erschreckend, ohne vor Schreck zu erstarren.
Bitte durchatmen, nicht "diese", aber ich finde, sie singt genauso gut. Ja, sie modelt auch. Und sie will Bilder fürs Portfolio sowie auch kreative Bilder bis Akt. Und sie will mich bezahlen, was ich ablehne, weil ich sie nur einmal beim Konzert, aber noch nie im Shooting vor der Linse hatte, was ich mir aber gewünscht habe.
Was ich damit sagen will? Angeben? Vielleicht... Aber es zeigt, dass auch jetzt und gewiss auch in der Zukunft echte Fotografen gefragt sind, solche mit Schweißtropfen auf der Stirn und mit Mundgeruch.
Die KI finde ich erschreckend, ohne vor Schreck zu erstarren.
#28Report
1 month ago
wer braucht schon konzertfotografen ? filmt doch sowieso jeder mit dem handy mit, das letzte mal als ich auf einem konzert war, war es im publikum heller als auf der bühne.
scherz beiseite, natürlich wird man in manchen bereichen noch fotografen brauchen (passbilder, hochzeiten, familienfeiern) nur halt nicht mehr so viele.
scherz beiseite, natürlich wird man in manchen bereichen noch fotografen brauchen (passbilder, hochzeiten, familienfeiern) nur halt nicht mehr so viele.
#29Report
1 month ago
Der Stammtisch hat sich wieder zusammengefunden, die üblichen Verdächtigen plaudern sich aus.
Da muss ich doch auch ein Quentchen Senf beisteuern! (Ecki & Bazi & Tom Sawyer sind sicher begeistert.)
Hab also reingelesen, dann ein bisschen quer, kam zum Ende – dann naiv nach einem Foto der "Ich-Autorin" gesucht (immerhin Model, sollte klappen!) und sehe dann, dass sie den autobiographischen Artikel nicht verfasst, sondern halt ihre Story dieser Friederike Lübke erzählt hat. "Ein Model" erzählt da, und es bleibt namen- und gesichtslos. So kennen und mögen wir Models!
Wie sollen wir diese Story nun einschätzen ohne jegliche Möglichkeit optischer Einordnung??
Ach egal: Model ist Model ist Model.
Allerdings: die mutmaßlich besonders Attraktive (soo viele Jobs!) gehört einer Generation an, die nur stundenlang auf ihrem Bett liegen und Insta durchwischen kann, wenn sie den täglichen Durchhänger hat.
Die Kulturtechnik, mal ein gutes (spannendes, überraschendes, anregendes... erotisches (!)) Buch in die Hand zu nehmen und zu LESEN, beherrscht sie leider nicht.
Das müsste sie vielen Kamera-den hier doch sehr sympathisch machen.
Da muss ich doch auch ein Quentchen Senf beisteuern! (Ecki & Bazi & Tom Sawyer sind sicher begeistert.)
Hab also reingelesen, dann ein bisschen quer, kam zum Ende – dann naiv nach einem Foto der "Ich-Autorin" gesucht (immerhin Model, sollte klappen!) und sehe dann, dass sie den autobiographischen Artikel nicht verfasst, sondern halt ihre Story dieser Friederike Lübke erzählt hat. "Ein Model" erzählt da, und es bleibt namen- und gesichtslos. So kennen und mögen wir Models!
Wie sollen wir diese Story nun einschätzen ohne jegliche Möglichkeit optischer Einordnung??
Ach egal: Model ist Model ist Model.
Allerdings: die mutmaßlich besonders Attraktive (soo viele Jobs!) gehört einer Generation an, die nur stundenlang auf ihrem Bett liegen und Insta durchwischen kann, wenn sie den täglichen Durchhänger hat.
Die Kulturtechnik, mal ein gutes (spannendes, überraschendes, anregendes... erotisches (!)) Buch in die Hand zu nehmen und zu LESEN, beherrscht sie leider nicht.
Das müsste sie vielen Kamera-den hier doch sehr sympathisch machen.
#30Report
1 month ago
PetersPhotos
Ich weiß GANZ GENAU, worauf Du hinauswillst: Du versuchst diese Geschichte von einem Fotomodell, welches krank wird, weil es nicht mehr begehrt wird, gleichzusetzen mit den Storys über schlecht von Fotografen behandelte Modelle, die natürlich nur in den seltensten Fällen vom Modell selbst erzählt wurden (und dann war es doch bei fb o.ä.), sondern von Fotografen, die sich damit selbst zum weißen Ritter erheben wollen - über die vielen schwarzen Schafe.
Recht hast Du! In beiden Fällen ist die Identität des Fotomodells nicht bekannt. Und so gesehen wäre es konsequent, beides zu glauben - oder beides nicht zu glauben. Das klingt logisch...
... aber ist eben nicht logisch.
1) Bei dieser Geschichte geht es um Einzelfälle. Einzelfälle gibt es immer. Dass aber "übergriffige Fotografen" ein Massenphänomen sein sollen, dass ist eine viel härtere These. Ich würde nie bestreiten wollen, dass Fotomodelle ab und an unangemessene Anfragen bekommen - aber eben nicht überwiegend. Ich würde auch nicht glauben, dass die überwiegende Anzahl von Fotomodellen am Ende der Laufbahn psychisch krank werden (aber einzelne eben schon).
2) Der Artikel aus dem Eingangsbeitrag basiert auf Fakten - nämlich beispielsweise auf dem Fakt, dass jeder weiß, dass Modelljobs mit zunehmendem Alter seltener gesät sind. Dabei ist es unerheblich, ob konkret bekannt ist, ob das Modell 35 oder schon 53 ist. Die Folge, dass eine Depression entsteht, ist natürlich kein Fakt - aber wird vielen hier als wahrscheinlich vorkommen. Wie bei 1) ist es eine Frage von Wahrscheinlichkeiten, die zur Glaubwürdigkeit führen.
3) Der Bericht klagt nicht an. Hier wenden nicht Fotografen oder andere als schuldig hingestellt. Der Artikel scheint keinen anderen Zweck zu verfolgen als zu informieren. Das spricht für ihn! Würde man den Inhalt mit irgendeinem Aufruf (irgendetwas zu tun) verbinden, dann sähe die Sache natürlich gleich anders aus.
Ich würde sagen, dass es wieder einmal "ein netter Versuch" ist, ein Thema zu beenden, weil es hier immer noch nicht bekannt zu sein scheint, dass niemand verpflichtet ist, in einen Thread zu schreiben, der nicht interessiert.
Ich weiß GANZ GENAU, worauf Du hinauswillst: Du versuchst diese Geschichte von einem Fotomodell, welches krank wird, weil es nicht mehr begehrt wird, gleichzusetzen mit den Storys über schlecht von Fotografen behandelte Modelle, die natürlich nur in den seltensten Fällen vom Modell selbst erzählt wurden (und dann war es doch bei fb o.ä.), sondern von Fotografen, die sich damit selbst zum weißen Ritter erheben wollen - über die vielen schwarzen Schafe.
Recht hast Du! In beiden Fällen ist die Identität des Fotomodells nicht bekannt. Und so gesehen wäre es konsequent, beides zu glauben - oder beides nicht zu glauben. Das klingt logisch...
... aber ist eben nicht logisch.
1) Bei dieser Geschichte geht es um Einzelfälle. Einzelfälle gibt es immer. Dass aber "übergriffige Fotografen" ein Massenphänomen sein sollen, dass ist eine viel härtere These. Ich würde nie bestreiten wollen, dass Fotomodelle ab und an unangemessene Anfragen bekommen - aber eben nicht überwiegend. Ich würde auch nicht glauben, dass die überwiegende Anzahl von Fotomodellen am Ende der Laufbahn psychisch krank werden (aber einzelne eben schon).
2) Der Artikel aus dem Eingangsbeitrag basiert auf Fakten - nämlich beispielsweise auf dem Fakt, dass jeder weiß, dass Modelljobs mit zunehmendem Alter seltener gesät sind. Dabei ist es unerheblich, ob konkret bekannt ist, ob das Modell 35 oder schon 53 ist. Die Folge, dass eine Depression entsteht, ist natürlich kein Fakt - aber wird vielen hier als wahrscheinlich vorkommen. Wie bei 1) ist es eine Frage von Wahrscheinlichkeiten, die zur Glaubwürdigkeit führen.
3) Der Bericht klagt nicht an. Hier wenden nicht Fotografen oder andere als schuldig hingestellt. Der Artikel scheint keinen anderen Zweck zu verfolgen als zu informieren. Das spricht für ihn! Würde man den Inhalt mit irgendeinem Aufruf (irgendetwas zu tun) verbinden, dann sähe die Sache natürlich gleich anders aus.
Ich würde sagen, dass es wieder einmal "ein netter Versuch" ist, ein Thema zu beenden, weil es hier immer noch nicht bekannt zu sein scheint, dass niemand verpflichtet ist, in einen Thread zu schreiben, der nicht interessiert.
#31Report
1 month ago
Zum Thema "Model"
Über Jahre hinweg wurde immer wieder davor gewarnt, dass sich eine unrealistische Erwartungshaltung in der Modelbranche entwickelt. Viele sogenannte „Hobbymodelle“ glaubten, allein durch ihre bloße Präsenz und ohne professionelles Können oder Erfahrung exorbitante Honorare fordern zu können. Diese Fehlentwicklung wurde von Kritikern immer wieder angesprochen, doch die Szene schien sich davon unbeeindruckt zu zeigen. Doch nun ist genau das eingetreten, wovor gewarnt wurde: Die Blase ist endgültig geplatzt!
Zum Thema "Fotografen"
Auch in der Fotografie war eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Jahrelang wurde darauf hingewiesen, dass es nicht nachhaltig sein kann, wenn selbsternannte Hobbyfotografen jenen Hobbymodels unangemessen hohe Gagen zahlen und darüber hinaus zahlreiche Vergünstigungen und Zusatzleistungen bieten – sei es in Form von Reisen, teuren Outfits oder anderweitigen Privilegien. Was als vermeintlich lukratives Geschäft begann, entpuppte sich für viele als wirtschaftliche Sackgasse. Die Marktmechanismen holen nun alle Beteiligten ein, und auch diese Blase hat sich erwartungsgemäß aufgelöst.
Zum Thema "Künstliche Intelligenz (KI)"
Noch gravierender sind die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, insbesondere im fotografischen und redaktionellen Umfeld. Schon von Beginn an gab es zahlreiche mahnende Stimmen, die auf die tiefgreifenden Veränderungen und Risiken hinwiesen, die mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Technologien einhergehen. Die Fähigkeit der KI, innerhalb von Sekunden Bilder zu generieren, aufwendige Retuschen durchzuführen und ganze redaktionelle Inhalte automatisiert zu erstellen, stellt eine ernsthafte Bedrohung für viele traditionelle Berufe dar. Während einige diese Innovationen als Fortschritt preisen, sehen andere das nahende Ende ganzer Berufszweige. Die Blase ist hier noch nicht geplatzt – aber sie hat sich bereits bis zum Äußersten aufgebläht und steht kurz davor, mit voller Wucht zu zerbersten.
Fazit
Egal ob in der Mode-, Fotografie- oder KI-Branche – überall zeigt sich dasselbe Muster: Wenn künstliche Hypes und unrealistische Erwartungen auf wirtschaftliche Realität treffen, kommt es zwangsläufig zum Kollaps. Während einige Marktteilnehmer bis zuletzt von dem künstlich erzeugten Boom profitiert haben, bleibt für viele nun nur noch die Erkenntnis, dass nachhaltiger Erfolg nicht durch kurzfristige Trends, sondern durch Können, Anpassungsfähigkeit und ein realistisches Geschäftsmodell gesichert wird. Wer das verstanden hat, wird in der Zukunft bestehen ( ganz egal ob im Hobby;- oder Kommerz;-Bereich ) – alle anderen werden von der nächsten platzenden Blase mitgerissen.
Über Jahre hinweg wurde immer wieder davor gewarnt, dass sich eine unrealistische Erwartungshaltung in der Modelbranche entwickelt. Viele sogenannte „Hobbymodelle“ glaubten, allein durch ihre bloße Präsenz und ohne professionelles Können oder Erfahrung exorbitante Honorare fordern zu können. Diese Fehlentwicklung wurde von Kritikern immer wieder angesprochen, doch die Szene schien sich davon unbeeindruckt zu zeigen. Doch nun ist genau das eingetreten, wovor gewarnt wurde: Die Blase ist endgültig geplatzt!
Zum Thema "Fotografen"
Auch in der Fotografie war eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Jahrelang wurde darauf hingewiesen, dass es nicht nachhaltig sein kann, wenn selbsternannte Hobbyfotografen jenen Hobbymodels unangemessen hohe Gagen zahlen und darüber hinaus zahlreiche Vergünstigungen und Zusatzleistungen bieten – sei es in Form von Reisen, teuren Outfits oder anderweitigen Privilegien. Was als vermeintlich lukratives Geschäft begann, entpuppte sich für viele als wirtschaftliche Sackgasse. Die Marktmechanismen holen nun alle Beteiligten ein, und auch diese Blase hat sich erwartungsgemäß aufgelöst.
Zum Thema "Künstliche Intelligenz (KI)"
Noch gravierender sind die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, insbesondere im fotografischen und redaktionellen Umfeld. Schon von Beginn an gab es zahlreiche mahnende Stimmen, die auf die tiefgreifenden Veränderungen und Risiken hinwiesen, die mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Technologien einhergehen. Die Fähigkeit der KI, innerhalb von Sekunden Bilder zu generieren, aufwendige Retuschen durchzuführen und ganze redaktionelle Inhalte automatisiert zu erstellen, stellt eine ernsthafte Bedrohung für viele traditionelle Berufe dar. Während einige diese Innovationen als Fortschritt preisen, sehen andere das nahende Ende ganzer Berufszweige. Die Blase ist hier noch nicht geplatzt – aber sie hat sich bereits bis zum Äußersten aufgebläht und steht kurz davor, mit voller Wucht zu zerbersten.
Fazit
Egal ob in der Mode-, Fotografie- oder KI-Branche – überall zeigt sich dasselbe Muster: Wenn künstliche Hypes und unrealistische Erwartungen auf wirtschaftliche Realität treffen, kommt es zwangsläufig zum Kollaps. Während einige Marktteilnehmer bis zuletzt von dem künstlich erzeugten Boom profitiert haben, bleibt für viele nun nur noch die Erkenntnis, dass nachhaltiger Erfolg nicht durch kurzfristige Trends, sondern durch Können, Anpassungsfähigkeit und ein realistisches Geschäftsmodell gesichert wird. Wer das verstanden hat, wird in der Zukunft bestehen ( ganz egal ob im Hobby;- oder Kommerz;-Bereich ) – alle anderen werden von der nächsten platzenden Blase mitgerissen.
#32Report
1 month ago
#32 kann man zusammenfassen unter 'die Welt verändert sich'.
Bei Deinem Fazit bin ich anderer Meinung, denn Qualität und Können sind m.E. schon lange nicht mehr ausschlaggebend. Anpassungsfähigkeit ist naja so eine Floskel. Fotos sind Luxusprodukte. Man braucht sie i.d.R. nicht, zumindest nicht zwangsläufig vom Dienstleister. Das weiss man seit über zehn Jahren.
Viel wichtiger ist die Persönlichkeit, sein Netzwerk, die Bindung zu den Menschen. Wenn die nicht da ist, kannst Du Dein Zeug verkaufen oder aus Nostalgiegründen in die Vitrine stellen ;-)
Bei Deinem Fazit bin ich anderer Meinung, denn Qualität und Können sind m.E. schon lange nicht mehr ausschlaggebend. Anpassungsfähigkeit ist naja so eine Floskel. Fotos sind Luxusprodukte. Man braucht sie i.d.R. nicht, zumindest nicht zwangsläufig vom Dienstleister. Das weiss man seit über zehn Jahren.
Viel wichtiger ist die Persönlichkeit, sein Netzwerk, die Bindung zu den Menschen. Wenn die nicht da ist, kannst Du Dein Zeug verkaufen oder aus Nostalgiegründen in die Vitrine stellen ;-)
#33Report
1 month ago
MAINpicsartist de identité inconnue
Volle Zustimmung!
Besonders richtig aber "Qualität und Können sind m.E. schon lange nicht mehr ausschlaggebend"
Genau das lässt die Blasen platzen!
"Menschenfotografie" als Hobby wird es aber immer geben - es könnte aber deutlich nachlassen wie beispielsweise auch das Sammeln von Briefmarken.
Volle Zustimmung!
Besonders richtig aber "Qualität und Können sind m.E. schon lange nicht mehr ausschlaggebend"
Genau das lässt die Blasen platzen!
"Menschenfotografie" als Hobby wird es aber immer geben - es könnte aber deutlich nachlassen wie beispielsweise auch das Sammeln von Briefmarken.
#34Report
1 month ago
@ artist de identité inconnue
Vielen Dank für Deine Analyse, die sich in Teilen auch absehbar auf die MK auswirkt. Vor einem halben Jahr wurde das Verbot von KI-Models als SC-Inhalte ins Regelwerk übernommen; insofern wird das, was die Spülmittel- und Zahnpastareklame revolutioniert, hier erst mal keine Rolle spielen.
Den für uns hier in der MK interessantesten Punkt sehe ich in der Location : Da genügen nun Shootingszenen vor Hintergrundkarton, und die Bahamasreise wird überflüssig. Ob der Gesamteindruck unstimmig bliebe ... mag jetzt noch so sein, aber die KI holt weiter auf. Als "selbsternannter Hobbyfotograf für viel Geld ein Model vor die Linse zu kriegen" ... vielleicht ist nun auch bei den Payshootings der Zenit überschritten, aber da sehe ich nicht die KI als ursächlich, denn beim Payshooting geht es immer noch um das authentische Model in ihrer Attraktivität - als Rolle und wohl auch als Persönlichkeit. Eine ins Bild implementierte KI-Figur anstelle der mit der Kamera eingefangenen echten Momente ... genau genommen gibt es die "real doll" schon länger als die KI, aber konnte die sich etwa durchsetzen ? Als männlicher Knipser wird man sich weiterhin eine hübsche Frau vor der Kamera wünschen ...
Vielen Dank für Deine Analyse, die sich in Teilen auch absehbar auf die MK auswirkt. Vor einem halben Jahr wurde das Verbot von KI-Models als SC-Inhalte ins Regelwerk übernommen; insofern wird das, was die Spülmittel- und Zahnpastareklame revolutioniert, hier erst mal keine Rolle spielen.
Den für uns hier in der MK interessantesten Punkt sehe ich in der Location : Da genügen nun Shootingszenen vor Hintergrundkarton, und die Bahamasreise wird überflüssig. Ob der Gesamteindruck unstimmig bliebe ... mag jetzt noch so sein, aber die KI holt weiter auf. Als "selbsternannter Hobbyfotograf für viel Geld ein Model vor die Linse zu kriegen" ... vielleicht ist nun auch bei den Payshootings der Zenit überschritten, aber da sehe ich nicht die KI als ursächlich, denn beim Payshooting geht es immer noch um das authentische Model in ihrer Attraktivität - als Rolle und wohl auch als Persönlichkeit. Eine ins Bild implementierte KI-Figur anstelle der mit der Kamera eingefangenen echten Momente ... genau genommen gibt es die "real doll" schon länger als die KI, aber konnte die sich etwa durchsetzen ? Als männlicher Knipser wird man sich weiterhin eine hübsche Frau vor der Kamera wünschen ...
#35Report
1 month ago
Den für uns hier in der MK interessantesten Punkt sehe ich in der Location : Da genügen nun Shootingszenen vor Hintergrundkarton, und die Bahamasreise wird überflüssig.
Das halte ich für einen Denkfehler. Denn gerade "in der MK" oder besser gesagt bei Hobbyfotografen, die mit Models fotografieren, wird es sehr oft nicht nur um die Fotos gehen, die dabei entstehen, sondern um das Fotografieren an sich.
Und da macht es schon einen Unterschied, ob man mit echten Menschen an einem echten Ort fotografiert, oder mehr oder weniger alles mit KI am Rechner zusammenbastelt.
#36Report
1 month ago
Tom RohwerSEE - heute an Land, morgen auf See !
Die Reise auf die Bahamas und der Spaß am Fotografieren "an sich" sind zwei Dinge, die nicht zwingend etwas miteinander zu tun haben. Ein Hobbyist und ein ukrainisches Modell werden sich nur in sehr seltenen Fällen zu einer Reise auf die Bahamas zusammentun. Auch ich halte die Generierung eines Karibik-HG mittels KI um ein reales Modell für wahrscheinlich. Und sollte dies in der MK verboten sein (eine für mich klare Formulierung erfolgte hier ja nicht) , so gehe ich davon aus, dass das Verbot kurzfristig fallen wird. KI-Modelle bzw. Fotos von KI-Modellen sind hier m.E. mit Recht verboten, da der eigentliche Zweck der MK ist, reale Fotografen und reale Fotomodelle zusammenzubringen. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass das irgendwann niemanden mehr interessiert - dann braucht niemand mehr die MK, die dann "Depressionen" bekommt.
Die Reise auf die Bahamas und der Spaß am Fotografieren "an sich" sind zwei Dinge, die nicht zwingend etwas miteinander zu tun haben. Ein Hobbyist und ein ukrainisches Modell werden sich nur in sehr seltenen Fällen zu einer Reise auf die Bahamas zusammentun. Auch ich halte die Generierung eines Karibik-HG mittels KI um ein reales Modell für wahrscheinlich. Und sollte dies in der MK verboten sein (eine für mich klare Formulierung erfolgte hier ja nicht) , so gehe ich davon aus, dass das Verbot kurzfristig fallen wird. KI-Modelle bzw. Fotos von KI-Modellen sind hier m.E. mit Recht verboten, da der eigentliche Zweck der MK ist, reale Fotografen und reale Fotomodelle zusammenzubringen. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass das irgendwann niemanden mehr interessiert - dann braucht niemand mehr die MK, die dann "Depressionen" bekommt.
#37Report
1 month ago
@ eckisfotos
Dann hätte man den Bildbearbeiteraccount auch weglassen müssen, denn schon längst werden Models in Fantasy-Hintergründe einkopiert, und dazu besteht auch Einverständnis. Vor 50 Jahren hat sich auch niemand aufgeregt, wenn damals ein Model vor einer Fototapete posierte. Verunschärfungen von Passanten bei NiP-Szenen sind ggfs. sogar erforderlich - womit man schon näher ans Problem käme, wenn etwa ein "fake-NiP" erzeugt würde, in dem KI-Figuren hinzugefügt sind, obwohl sich eben tatsächlich nur das nackte Model auf dem Bergweg befand.
Auch ich halte die Generierung eines Karibik-HG mittels KI um ein reales Modell für wahrscheinlich. Und sollte dies in der MK verboten sein (eine für mich klare Formulierung erfolgte hier ja nicht) , so gehe ich davon aus, dass das Verbot kurzfristig fallen wird.
Dann hätte man den Bildbearbeiteraccount auch weglassen müssen, denn schon längst werden Models in Fantasy-Hintergründe einkopiert, und dazu besteht auch Einverständnis. Vor 50 Jahren hat sich auch niemand aufgeregt, wenn damals ein Model vor einer Fototapete posierte. Verunschärfungen von Passanten bei NiP-Szenen sind ggfs. sogar erforderlich - womit man schon näher ans Problem käme, wenn etwa ein "fake-NiP" erzeugt würde, in dem KI-Figuren hinzugefügt sind, obwohl sich eben tatsächlich nur das nackte Model auf dem Bergweg befand.
#38Report
1 month ago
MAINpics
´denn Qualität und Können sind m.E. schon lange nicht mehr ausschlaggebend.´
Jein. Ich glaube man muss die Bereiche einfach differenzierter betrachten. Auf rein gewerblichem Sektor wird die KI Auswirkungen in ganz erheblichem Umfang mit sich bringen. Aber diese Entwicklung hatte sich schon lange zuvor angebahnt. Früher hatten gute Fotografen für ihre Tätigkeit von namhaften Unternehmen auch noch ganz andere Budgets zur Verfügung. Der sich in seinem Umfang daraus ergebende Einschnitt für die ´Gilde´ hinter der Kamera nimmt demnach zweifellos stets zu. Ich wollte jedenfalls mit der heutigen Generation nicht tauschen. Obwohl, es gibt auch heute noch Auftraggeber, die Wert auf etwas ganz besonderes legen. Auf etwas, das sich am Rechner nicht mit einigen Klicks so ohne weiteres her zaubern lässt. Dabei vielleicht auch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal oder sogar eine Ausnahmeposition dokumentieren soll. Und das ist dann auch gut so.
SEE - heute an Land, morgen auf See !
´Den... interessantesten Punkt sehe ich in der Location.´
Warum denn nur auf die MK beziehen, das Ganze? Ich bin da völlig anderer Meinung. Hochwertigkeit, gerade im Bereich der Location Wahl, ist ein ganz entscheidender Baustein. Gerade wenn es dabei um Menschen als Bestandteil einer bildlichen Wiedergabe geht. Selbst wenn man mir Überheblichkeit unterstellen mag: ich behaupte mal, nach wie vor in nahezu allen Aufnahmen oder präziser ausgedrückt, Abbildungen von Ergebnissen technischer Umsetzungen zu erkennen, ob das Foto tatsächlich vor Ort erstellt wurde, oder nur auf irgendwelche Fertigkeiten zurückzuführen ist. Auf einem Foto, das ein Model real in einer Location zeigt, spricht oftmals schon die Qualität der Pose für das gewünschte Ergebnis. Und damit auch für dessen Echtheit. ´Schau mir in die Augen, Kleines´ lässt daher sehr wohl auch heute noch grüßen. In welchen Bereichen, in welchem Ausmaß auch immer.
´denn Qualität und Können sind m.E. schon lange nicht mehr ausschlaggebend.´
Jein. Ich glaube man muss die Bereiche einfach differenzierter betrachten. Auf rein gewerblichem Sektor wird die KI Auswirkungen in ganz erheblichem Umfang mit sich bringen. Aber diese Entwicklung hatte sich schon lange zuvor angebahnt. Früher hatten gute Fotografen für ihre Tätigkeit von namhaften Unternehmen auch noch ganz andere Budgets zur Verfügung. Der sich in seinem Umfang daraus ergebende Einschnitt für die ´Gilde´ hinter der Kamera nimmt demnach zweifellos stets zu. Ich wollte jedenfalls mit der heutigen Generation nicht tauschen. Obwohl, es gibt auch heute noch Auftraggeber, die Wert auf etwas ganz besonderes legen. Auf etwas, das sich am Rechner nicht mit einigen Klicks so ohne weiteres her zaubern lässt. Dabei vielleicht auch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal oder sogar eine Ausnahmeposition dokumentieren soll. Und das ist dann auch gut so.
SEE - heute an Land, morgen auf See !
´Den... interessantesten Punkt sehe ich in der Location.´
Warum denn nur auf die MK beziehen, das Ganze? Ich bin da völlig anderer Meinung. Hochwertigkeit, gerade im Bereich der Location Wahl, ist ein ganz entscheidender Baustein. Gerade wenn es dabei um Menschen als Bestandteil einer bildlichen Wiedergabe geht. Selbst wenn man mir Überheblichkeit unterstellen mag: ich behaupte mal, nach wie vor in nahezu allen Aufnahmen oder präziser ausgedrückt, Abbildungen von Ergebnissen technischer Umsetzungen zu erkennen, ob das Foto tatsächlich vor Ort erstellt wurde, oder nur auf irgendwelche Fertigkeiten zurückzuführen ist. Auf einem Foto, das ein Model real in einer Location zeigt, spricht oftmals schon die Qualität der Pose für das gewünschte Ergebnis. Und damit auch für dessen Echtheit. ´Schau mir in die Augen, Kleines´ lässt daher sehr wohl auch heute noch grüßen. In welchen Bereichen, in welchem Ausmaß auch immer.
#39Report
@#30
Scripted Reality war schon immer eine gute Grundlage für erfolgreiche Stamtischrunden. Und das schon lange, bevor sie als Bestandteil des deutschen Qualitätsjournalismus geadelt wurde.
(Relotius hat Interviews erfunden - meinst Du, das wäre in diesem Psychologie heute-Artikel der Fall?)
Scripted Reality war schon immer eine gute Grundlage für erfolgreiche Stamtischrunden. Und das schon lange, bevor sie als Bestandteil des deutschen Qualitätsjournalismus geadelt wurde.
#40Report
Topic has been closed
"Follower" sind aber etwas völlig anderes als Freunde oder Bekannte, mit denen man persönlichen Kontakt hat. Allein schon, weil man nicht weiß, wieviele der "Follower" überhaupt lebende Menschen sind, und wieviele einfach nur "Bots".
Und daß es einen riesigen Unterschied macht, ob man mit echten Menschen redet oder im Internet mit "Followern" eine Kommunikation simuliert, das sollte eigentlich auch klar sein.
Menschen, denen das nicht klar ist, werden es über kurz oder lang schmerzhaft begreifen.
Das Model hat vielleicht drei oder vier andere Models oder Leute aus der Branche, mit denen es abends an der Hotelbar noch eine Runde quatscht. Die Party der besten Freunden, der Geburtstag der älteren Schwester - das findet alles ohne das Model statt, weil das Model gerade an der Hotelbar in Mailand sitzt, und überlegt, ob die Anbaggerversuche des (vermutlich verheirateten) Geschäftsmannes (der sich genauso einsam fühlt) es wert sind, darauf einzugehen...
Das Model kommt dann irgendwann mal wieder zu Hause durch, und oh Wunder kann es sogar auf der Party des früheren Freundeskreises aus "Vor-Model-Zeiten" aufschlagen. Und wird dann schnell feststellen, daß die Leute, deren Höhepunkt darin besteht, über die Abenteuer auf der A42 nach Castrop-Rauxel zu erzählen, gar nicht wirklich von den Erzählungen beeindruckt werden möchten, wie Karl Lagerfeld in New York wegen einer bekleckerten Krawatte nicht ins Restaurant gelassen wurde...
"Seit die modelt, ist die auch nur noch totaal abgehoben!"
Ob den Geschichten "gern" gelauscht wird, ist eine ganz andere Frage. Das typische "Geschichten-Gelaber" zeichnet sich ja auch oft dadurch aus, daß tatsächlich mal einer irgendwas wirklich interessantes zu erzählen hat - und wenn es sich auf der Pauschalreise nach Mallorca zugetragen hat - und dann sofort zwei Leute kommen, die das mit "Also, ich hab da ja mal..." erfolgreich tot treten...